Sinn und Unsinn von Filtern – Heute UV-Filter

Hi zusammen,
heute möchte ich euch etwas über Filter erzählen. Heute, über die so oft hoch gelobten UV-Filter.

Immer wieder geistert durch Foren das man sich doch einen UV-Filter vor das Objektiv schrauben sollte. Würde dieser doch das fiese UV-Licht, Dunst, Reflektionen, usw. rausfiltern. FALSCH!!!
Das mit dem “rausfiltern des UV-Lichtes, der UV-Strahlen mag vielleicht noch zu Analogzeiten und ggf. noch in den Anfängen der digitalen Fotografie gestimmt haben. Aber heutzutage hat so ziemliche jede auf dem Markt erhältliche Digitalkamera einen eingebauten UV-Sperffilter direkt vor dem Sensor. Somit erübrigt sich der Einsatz eines extra UV-Filters. Dunst, Reflektionen usw. bekommt man nicht mit einem UV-Filter in den Griff!

Weiteres erfolgreiches Verkaufsargument ist immer wieder:“Nehme Sie einen UV-Filter dazu. Der schützt Ihre Frontlinse”. Das mag zwar an sich schon stimmen. Aber wer schmeist schon Steine nach dem Objektiv? Mal ganz ehrlich, die Dinger sind recht robust. Klar man sollte damit nicht gerade über den Teer schrubben….wer macht das schon…aber auch hier gilt: Blödsinn! Die Frontlinse eines Objektives schützt man am besten mit einer Streulichblende. Denn mit dieser verhindert man schonmal das man überhaupt irgendwo aneckt mit der Fontlinse. Wer unbedingt ein Schutzglas vor seiner Frontlinse haben möchte und nicht ohne ruhig schlafen kann, sollte sich einen hochwertigen “Protectionfilter” zulegen”.

Dann ist zum Einsatz von UV-Filtern noch zu sagen, das sie, wenn man es mal ganz genau nimmt, ein Bild eher verschlechtern wie verbessern. Wieso? So ein Filter ist ein zusätliches Stück Glas in einem “perfekt” berechneten optischen System. Da wurde nicht berücksichtigt das man hingeht und sich noch irgendwelche Glasscheiben vorne dran schraubt.
Jetzt könnte man argumentieren das ja dann wohl auch alle anderen FIlter (Polfilter, Graufilter, Grauverlaufsfilter, usw.) sich negativ auswirken. Machen Sie auch. Nur muss man sich überlegen ob man ohne den Einsatz eines solchen Filters ein Bild überhaupt mit der gewollten Bildwirkung machen könnte.

Abschließend kann ich nur sagen: Lasst die Finger von UV-Filtern. Das Geld könnt Ihr euch sparen und für etwas sinnvolleres ausgeben. Ein UV-Filter ist heutzutage totaler Quatsch.

LG Dominic

3 Comments


  1. Chrissy
    Mai 27, 2010

    Mir hat einer gesagt, dass ja eh in der Kamera schon ein Filter ist, von daher würde er kein Geld für sowas ausgeben.
    Ich kann leider nicht bestätigen ob das stimmt. Und ich denke eine Sonnenblende schützt das Objektiv auch und die ist bei den Objektiven meistens dabei :D also muss man nicht unnötig Geld ausgeben.


  2. torsten winkler
    Jun 04, 2010

    hmmm … also technisch gesehen stimme ich dir ja zu. doch in der praxis habe ich schon alles mögliche auf meiner front”scheibe” gehabt. fettfinger waren da noch das geringste übel. und man kann die streulichtblende auch nicht immer drauf haben (markofotografie z.b.) und wenn man dann an irgendwas dran kommt … allein schon wasser macht schlieren, die man gründlich – aber vorsichtig wegputzen muss. und wenn dann man ein unglückliches staubkorn dabei ist (durch wind z.b.) dann ist der kratzer auf der frontlinse.

    zum glück habe ich immer den uv-filter drauf. die kratzer darauf stören mich nicht wirklich und mindern auch nicht den wiederverkaufswert meines objektivs. und ob nun protection oder uv ist völlig egal – das ist (soweit ich weiß) ein und das selbe, heißt nur anders.


  3. Dominic
    Jun 06, 2010

    Hi Thorsten,
    klar gibt es sicherlich auch Situationen wo man über ein “Schutzglas” nachdenken kann. Aber eben allzu oft wird sowas pauschalisiert. Für was brauch ich nen UV-Filter für ein Outdoor-Portrait-Shoorting auf ner Wiese, oder so. ;-)
    Und darum ging es mir hautsächlich. Zum einen den technischen Unsinn aufzuzeigen und zum anderen das man sich, gerade wenn man sich ne Cam neu zulegt und sich absolut nicht auskennt, nicht vom Verkäufer übern Tisch ziehen lässt, sozusagen.

    LG Dominic

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