Erstes Youtube Video – Bildbearbeitung Utah Beach in der Normandie

Hi zusammen,
wie heute morgen bereits angekündigt hier gibt es hier nun den offiziellen StartUp Blogpost zu meinem YouTube Kanal.

Das erste Video ist nun seit ein paar Minuten veröffentlicht und erfreut sich hoffentlich ein paar Besucher. 🙂
Da nun das erste Video draußen ist kommt natürlich gleich die Frage auf „Ja wie läuft das nun auf diesem Kanal so ab?“ Wie gesagt habe ich für mich geplant das ich online gehe wenn ich 10 Videos produziert habe. So das haben wir. Diese 10 Videos werden nun veröffentlicht. Und zwar wird es ab heute, jeden Tag ein Video geben, so lange bis diese 10 Videos online sind. Im Anschluss wird es derzeit jeden Dienstag um 18:00 Uhr ein neues Video geben.
Warum ich mit 10 Videos täglich starte und dann auch 1 pro Woche reduziere? Nun ja mir war wichtig ein Ziel zu haben, nicht nur mal ein Video zu produzieren und dann knapp eine Woche zu warten um das nächste zu machen. Nein meine Idee ist, das wenn ich schon damit starte, ich euch ausreichend Content liefere in kurzer Zeit. Denn gerade zu Beginn ist ja jeder neugierig und jeder hasst es zu warten. Deshalb die 10 Videos mit einer Frequenz von 1 Video pro Tag. Und aber auch für mich selbst um festzustellen „Ist das überhaupt was für mich? Macht mir das Spaß? Wie viel Zeit benötige ich dafür?“ und wie gestalte ich meinen Workflow dahingehend.

So also hier nun das erste Video (den Link hatte ich ja bereist heute morgen in den Blogpost mit eingetragen).

LG Dominic

Start meines Youtube Kanals

Hi zusammen,
ja ihr habt richtig gelesen. Ich starte einen eigenen Youtube Kanal und zwar heute! Genau, heute um 18:00 Uhr startet mein eigener Kanal. Nach gut 10 Jahren des Fotografierens und dazulernen ist die Zeit nun mehr als reif all das Wissen und das KnowHow, welches ich mir angeeignet habe, weiter zu geben. Ich selbst habe sehr viel durch Blogs, Videos, Bücher, DVDs, etc.pp gelernt und mit den Jahren nun meinen eigenen Weg gefunden. Und man braucht ja irgendwann mal auch eine neue Herausforderung. Und Videos aufzeichnen ist definitiv eine. 🙂

Um was wird es auf dem Kanal denn so gehen?
Fangen wir mal ganz vorne an. Die Idee hatte ich schon länger, aber wie das so ist, der innere Schweinehund hindert einen dann doch irgendwie. Dann habe ich mal ein allererstes Video aufgenommen UND jeder der sich selbst schon mal sprechen gehört hat denkt „OH MEIN GOTT“. So ging es mir auch. 🙂 Und somit dümpelte das ganze wieder so vor sich her. Man liest und hört ja immer wieder „Mach dir keinen Kopf. Egal was andere denken. Do it!“. Aber so zu starten war einfach nichts für mich. Nein ich musste für mich einen eignen Schlachtplan haben, wie ich einerseits meinen inneren Schweinehund bekämpfe und andererseits eine kleine Challenge habe auch anständig zu starten. Und so kam die Idee das ich mit dem Youtube Kanal online gehen WENN ich 10 Videos aufgenommen habe. Das hat zwar länger gedauert als gedacht. Auch weil ich mir anfangs keine „Deadline“ gesetzt habe. und somit zog sich das ganze wieder hin…..man findet ja immer tausend Gründe etwas nicht zu tun! Also musste eine Deadline her. Die „Deadline“ setzte ich mir dann auf den 23.02.2017, der Geburtstag meines Sohnes.Jetzt bin ich natürlich doch etwas mehr abgeschweift von der eigentlichen Frage:
Um was gehts denn nun?
Also, einen großen Anteil werde ich der Bildentwicklung bzw. Bildbearbeitung in Lightroom widmen. Ich würde sagen das ich 98-99% meiner Bilder ausschließlich in LR entwickle. In Photoshop kenne ich mich zwar auch einigermaßen aus, benötige es aber nur noch sehr selten.
Dann werde ich auch immer wieder einige Videos rund um die Verwendung von Lightroom zeigen. Dies können kleine Tipps und Tricks sein oder aber auch was man mit LR so „anstellen“ kann. Es soll natürlich nicht nur Screencasts geben sondern ich habe auch wirklich vor selbst vor die Kamera zu stehen und in diversen Videos mein Wissen und meine Ansichten rund um das Thema Fotografie und Bildbearbeitung weiter geben. Eine Idee sind auch A-Z Videos, also von der Aufnahme vor Ort bis zum finalen Bild der komplette Workflow festgehalten in einem Video. Weitere Ideen wären Q&A Sessions, Bildbearbearbeitungschallenges in der Art von „Dein Bild – meine Bearbeitung“ oder „Die 5 Minuten Lightroom Challenge mit deinem Bild“…irgendwie sowas. Und ansonsten bin ich natürlich auch offen für Ideen und Anregungen eurerseits.

Da dieser Blogpost jetzt um 09:00 online geht und der Kanal erst heute Abend um 18:00, habe  ich leider noch kein Video für euch.
ABER ich kann euch schon mal den Link zum ersten Video hier posten. Das Video ist natürlich noch nicht verfügbar. Aber ab 18:00 Uhr sollte daß dann direkt zu sehen sein. Es geht im ersten Video übrigens um die Bearbeitung von diesem Bild:

 

Link zum Video: https://youtu.be/bEzVsnu49qI
Wer direkt den Kanal abonnieren möchte: http://bit.ly/2lDsK55

Also „stay tuned“.
LG Dominic

 

 

 

Quick Tipp – In Schwarz/ Weiß fotografieren

Hi,
du möchtest dein Auge schulen und einmal direkt in S/W fotografieren? Dank der digitalen Technik ist das heute absolut kein Problem mehr. Du musst lediglich in deiner Kamera in den Einstellungen die Sättigung komplett raus nehmen und schon bist du in S/W unterwegs? Glaubst du nicht? OK das war jetzt auch die mega Kurzversion. Wenn du mehr wissen willst lies einfach weiter.

Also wichtig hierbei ist das du deine Bilder im RAW Format speicherst. Denn so hast du alle Bildinformationen zur Verfügung. Ganze egal ob du ein SW- oder Farbbild aufnehmen möchtest. In der jeweiligen RAW-Datei ist ein  JPG mit hinterlegt. Dieses JPG wird dir auch nach der Aufnahme auf dem Display angezeigt. Oder wenn du dir alle Bilder auf dem Kameradisplay anschaust, wird auch jeweils das eingebettete JPG ausgelesen. Wenn du nun in deinen Kameraeinstellungen die Sättigung komplett raus nimmst, so wirkt sich dies ausschließlich auf dieses JPG aus. Heisst also, das was du dann als Bild auf dem Kameradisplay siehst ist ein simples SW-Bild.
Und wie gesagt, diese Einstellung wirkt sich lediglich auf dieses eingebettete JPG, wenn du NUR in JPG fotografierst natürlich auf dieses, aus. Dein RAW liegt nach wie vor in Farbe vor. Somit kannst du später frei entscheiden ob du lieber ein Farbbild entwickelst oder ein SW-Bild.

Also wer sein fotografisches Auge in die Richtung Schwarz-/Weiß-Fotografie sensibilisieren möchte sollte ab und an einmal in seinen Kameraeinstellungen die Sättigung der Bilder auf null stellen. Wo genau diese Einstellung zu finden ist,ist von Kameramodell und Hersteller abhängig. Eine pauschale aussage kann ich hier nicht geben. Im Zweifel einen Blick ins Handbuch werfen oder bei Tante google nachfragen. 🙂

Liebe Grüße Dominic

Fotoequiment und Kälte

Hi zusammen,
gerade zur kalten Jahreszeit stellt sich ja immer wieder die Frage „Wie ist denn das beste Vorgehen wenn ich nach einer Fototour bei -10°C nach Hause komme? Was mache ich mit der Kamera?“

Also prinzipiell ist Fotoequiment sehr robust und verträgt so einiges. Nichts desto trotz schadet es nicht wenn man damit sorgsam umgeht. Und JEDER Brillenträger kennt das Problem; Man kommt von draußen rein und innerhalb von 1-2 Sekunden ist die Brille komplett beschlagen und man sieht nichts mehr. Das würde auch mit der Kamera und dem Objektiv passieren wenn man es so in der Hand hält und dann auf den Schrank legt. Und da Objektive ja kein luftdichtes System sind, würde dies im schlimmsten Fall auch im inneren des Objektives passieren. Und das ist dann nicht mehr so feierlich. Wer möchte denn schon kondensiertes Wasser im Inneren seines Objektives haben. Geschweige denn davon, wie man das da wieder raus bekommt?!

Wie gehe ich da vor bzw. was mache ich dagegen?
Wenn ich nach Hause komme nehme ich vorab noch schnell die Speicherkarte raus damit ich die Bilder schon mal auf den Rechner laden und sichten kann. Die Kamera kommt dann noch vor der Türe zurück in den Rucksack. Dieser wird wieder wie gewohnt verschlossen. Den gesamten Rucksack lege ich dann einfach in der Wohnung ab und lasse diesen so aklimatisieren. Das dauert natürlich eine Weile bis die Raumwärme bis ins innere des Rucksackes durchgedrungen ist und die Kamera sowie Objektive wieder aufgewärmt hat. Aber für gewöhnlich fotografiere ich drinnen ja nicht direkt weiter.
Dadurch das die Kamera weiterhin im Rucksack ist, hat die warme, feuchte Luft gar keine Chance so schnell zum Objektiv zu gelangen und die Kamera kann sich in aller Ruhe akklimatisieren.

Ich habe auch schon gelesen das manche, wenn es eben etwas schneller gehen muss, hingehen und die Kamera samt Objektiv in eine Plastiktüte packen, diese verschließen und dann so hinlegen. Sinn und Zweck des ganzen ist auch hier das man es vermeiden möchte daß sich die warme, feuchte Luft an der Kamera abkühlt und somit das Wasser aus der Luft hier kondensiert (wie bei der Brille zum Beispiel). Dadurch das man die Tüte verschließt befindet sich ja im inneren weiterhin die trockene kalte Luft die sich dann lediglich mit erwärmt. Ein Austausch der Luftfeuchte wird so umgangen. Und wenn die Kamera dann auf Raumtemperatur ist kann man sie bedenkenlos aus der Plastiktüte herausnehmen.

So das wars auch schon wieder von meiner Seite. In diesem Sinne bis nächsten Donnerstag beim nächsten Beitrag.

LG Dominic

Nachts fotografieren – 5 Tipps

Hi zusammen,
Nachts zu fotografieren ist eine ganz besondere und eigene Art der Fotografie. Die Dunkelheit, die leeren Straßen, die Stille, das Licht von Mond oder Straßenlaternen…. vieles macht die Nachtfotografie so einzigartig interessant.
Wer Nachts fotografieren gehen möchte sollte an ein paar Dinge denken damit der Spaß auch von Erfolg gekrönt ist. Es sind im Prinzip simple Dinge, aber mir selbst ist es auch schon passiert und dann steht man da. Irgendwo im nirgendwo.

  1. Stativ mitnehmen

    Es mag verrückt klingen. Aber ja mir ist es schon passiert das ich losgelaufen bin ohne Stativ. 🙂 Mit dem Kopf war ich schon beim fotografieren und habe es doch tatsächlich im Auto liegen lassen. Zum Glück hatte ich es schnell bemerkt und musste nicht allzu weit zurück laufen. Ist aber trotzdem blöd. Deshalb: Denkt daran euer Stativ mit zu nehmen.
    Ohne Stativ seit ihr aufgeschmissen. Klar kann man die Kamera auf den Boden, einen Beanbag, den Fotorucksack legen. Aber ein vernünftiges Stativ dabei zu haben ist das A und O.

  2. Das RAW-Format nutzen

    Insbesondere Nachts ist es wichtig so viel Reserve an digitalen Informationen zu haben wie nur irgendwie möglich. Der Unterschied zwischen JPG und RAW ist hier besonders groß. Es ist dunkel und man sieht zum Teil nicht wirklich viel mit dem bloßen Auge. Die Kamera kann durch eine hohe ISO oder lange Belichtungszeit enorm viel an Informationen sammeln. Und diese Informationen kann man in der Bildentwicklung am besten rauskitzeln wenn man in RAW-Format fotografiert.

  3. Beachte das Histogramm

    Das Histogramm ist generell wichtig. Es sie wichtig es zu kennen und zu verstehen. Setze dich einmal bewusst mit dem Histogramm auseinander. Was kannst du daraus erkennen und ableiten. Insbesondere bei der Nachtfotografie ist es wichtig auf das Histogramm zu schauen. Die Bildvorschau kann da sehr trügerisch sein. Ein Histogramm was links und/ oder rechts anschlägt und in der Mitte nichts zeigt ist definitiv suboptimal (um es mal nett zu formulieren). 🙂

  4. Der ISO-Wert

    Gerade Nachts ist es ab und an erforderlich auch mit höheren oder auch richtig hohen ISO Werten zu fotografieren. Nur trauen sich viele nicht auch mal mit ISO3200, ISO6400 oder gar ISO12800 zu fotografieren. Die heutigen Kameras sind derart gut und Software Tools wir Adobe Lightroom (TM) haben hervorragende Möglichkeiten Bilder zu entrauschen. Teste vorab deine Kamera bis zu welchem ISO Wert du bedenkenlos gehen kannst. Schaue dir deine Bilder an und entrausche diese um zu sehen was die Grenzen sind. Anschliessend wirst du wesentlich entspannter damit umgehen auch mit ISO3200 zu fotografieren. Des weiteren ist es so das Bildrauschen fast nur von Fotografen wahrgenommen wird. Mir ist noch kein -Nicht-Fotograf dem ich meine Bilder gezeigt habe, begegnet der dann gesagt hat „Boa ey das raucht aber.“ oder „Was sind denn das für Bildpunkte da“. Also, Mut auch mal die ISO hoch zu drehen wenn es sein muss.

  5. Richtig fokussieren

    Die meisten Kameras bieten heute einen Live-View. Also ein Live-Bild des Bildausschnittes. Den kann man auch zum fokussieren nutzen. Viele Kameras bieten zudem die Möglichkeit den gewählten Bildausschnitt im Live-View zu vergrössern. Das vereinfacht das manuelle fokussieren unheimlich da man schön nah an eine gute Kontrastkante (digital) ranzoomen kann. Wichtig ist natürlich auch das ihr den Autofokus vorab aus schaltet. Denn sonst versucht die Kamera neu zu fokussieren sobald ihr auf den Auslöser drückt.

So das waren 5 Tipps auf was man unter anderem bei der Nachtfotografie achten sollte.
Es gibt natürlich noch unzählige weitere Dinge auf die man achten kann / soll / muss / etc. 🙂

Liebe Grüße

Dominic

Einstieg in die Highspeed – Fotografie

Hallo zusammen,
zum Start dieses Blogs hier möchte ich euch ein kleine „HowTo“ an die Hand geben. Ihr fragt euch jetzt bestimmt „Häääh was hat das mit der Landschaftsfotografie am Hut, wo doch ausschließlich Landschaftsbilder zu sehen sind“. Stimmt, das ist natürlich total kontrovers. Aber mit irgendwas soll man ja anfangen. 🙂 Und da ich dieses „HowTo“ als Facebook Notiz schon mal auf meiner Seite gepostet habe, ist es ein einfacher Anfang.

Kann man mit einer normalen Kamera “Highspeed” Fotos machen oder benötigt man hier eine spezielle Highspeed Kamera? Ja man kann zum Beispiel mit einer gewöhnlichen DSLR “Highspeed-Fotos” machen. Man benötigt hier an Ausrüstung zur Kamera lediglich einen Systemblitz welchen man manuell einstellen und per Kabel oder Funkauslöser auslösen kann. Nicht verwechseln! Du musst den Blitz selbst auslösen nicht die Kamera. Ich nutze meine Funkauslöser der Blitze dafür.

Hä, wieso ein kleiner Systemblitz und keine Studioblitze?
Das liegt an dem technischen Aufbau der Blitze. Systemblitze sind Bauartbedingt dazu in der Lage extrem kurze Abbrennzeiten zu haben. Mit manchen Systemblitzen kommt man bei schächster Einstellung gut und und gerne auf 1/20’000stel. Das heisst das Licht blitzt nur für den extrem kurzen Zeitraum von 1/20’000stel Sekunde auf. Das ist extrem kurz und übliche Studioblitze kommen da nicht annähernd dran.
Ja aber eine so Kurze Belichtungszeit schafft meine Kamera doch gar nicht?
Stimmt. Aber wer sagt denn das man auch nur so kurz belichten muss? Die Belichtungszeit ist hier relativ irrelevant. Der Verschluss muss einfach so lange auf sein bis der oder die Blitze geblitzt haben.
Bevor es allzu verwirrend wird möchte ich dir erklären wie das ganze in der Praxis funktioniert.
Also du benötigst einen vollständig dunklen Raum, eine manuell einstellbare Kamera, mind. einen Systemblitz (nicht den internen der Cam) und einen Auslöser um den Blitz zu zünden. Und natürlich irgendwas was du “Highspeed” mässig fotografieren möchtest. Ein Glas was fällt, ein Ei, eine Glühbirne, irgendwas.
Du baust das ganze Set so auf als würdest du es ganz normal fotografieren wollen. Wichtig ist nun das du den Systemblitz so weit wie möglich in seiner Leistung runter regelst. Meist ist die kleinste Leistung 1/32 oder 1/64. Hier haben diese Blitze eben die extrem kurze Abbrenndauer. Zunächst stellst du die gewünschte Blende ein. Diese sollte bei f4 bis f10 liegen. Du stellst mit dem Autofokus scharf und schaltetest dann auf den manuellen Fokus um. Damit verhinderst du das die Kamera später versucht zu fokussieren. Die Belichtungszeit stellst du auf 1/2 oder gar 1 Sekunde. Nun musst du ein paar Testfotos machen. Du musst nämlich mit den ISO so weit rauf (oder die Blende nochmals ein bisschen ändern) das du bei der sehr schwach eingestellten Blitzleistung ein korrekt belichtetes Foto bekommst.
WICHTIG! Du musst diese Testfotos bei ausgeschaltetem Licht bzw. im dunklen Raum machen. Weil bei 1Sekunde würde sonst selbst die Stehlampe im Raum ausreichen das ordentlich Licht zu liefern.
So, du hast nun deine Testbilder und alles ist super. Jetzt gehts los und wird spannend.
Denn nun kommt es auf das richtige Timing an. Du drückst den Auslöser an der Kamera, lässt das Glas, das Ei, die Glühbirne fallen und in dem Moment wo das Teil auf der Tischplatte aufschlägt zündest du den Blitz über einen Kabelauslöser oder über einen Funkauslöser.

Da der Raum ja bis dahin vollständig dunkel war, hat die Kamera auch nichts aufnehmen können außer schwarz. Jetzt zündest du, noch während der Verschluss offen ist den Blitz und während dieser kurzen Zeit von einem extrem kleinen Bruchteil einer Sekunde gibt es Licht welches der Sensor aufnehmen kann. Dann ist es auch schon wieder dunkel und man wartet bis sich der Verschluss wieder schließt.
Du wirst eventuell ein paar Versuche benötigen bis es passt. Ein kleiner Vorrat an Glühbirnen, Eiern, Gläsern schadet also nicht.
Der gesamt Vorgang nochmals zusammengefasst:

  1. Setup aufbauen als würde man “normal” fotografieren
  2. Systemblitze auf kleinste Blitzleistung stellen
  3. Belichtungszeit auf 0,5-1 sec
  4. Weitere Kameraeinstellungen so wählen das die Blende und ISO passt um bei kleinster Blitzleistung genug Licht zu liefern. Scharf stellen und Autofokus deaktivieren.
  5. Licht aus. Raum finster.
  6. Auslöser drücken. Der Verschluss öffnet sich.
  7. Objekt fallen lassen und im richtigen Moment den Blitz zünden. Licht fällt auf den Sensor.
  8. Der Verschluss schliesst sich
  9. Highspeed-Foto ist fertig

Was dabei raus kommt? Sowas:
ISO 50, F7,1, 1/160stel, 3x Yongnuo YN565EX mit Funkauslösern (YN-622C) gezündet